SIM-Studie 2024 - Digitale Spaltung innerhalb der älteren Generation

Vielfältiges Medienrepertoire vorhanden

Alle befragten Haushalte besitzen ein Fernsehgerät und auch ein Radiogerät ist mit 91 % fast überall vorhanden. 83 % der Befragten haben einen Internetanschluss, 78 % nutzen diesen bereits mit W-LAN. Die Verfügbarkeit der Medien in den Haushalten spiegelt auch die Mediennutzung wider. Fast alle der befragten Personen nutzen täglich ihr Fernsehgerät. Das Smartphone wiederum wird von 63 % täglich genutzt. Die Hälfte der Personen nutzt den PC täglich, knapp jeder Dritte ein Tablet. E-Book-Reader, Gesundheitsarmbänder und digitale Sprachassistenten sind hingegen eher weniger vorhanden.

Der Fernseher immer noch Leitmedium zur Information

Das Informationsverhalten der älteren Generation ist deutlich von der Sozialisation mit den klassischen Medien wie Fernsehen und Tageszeitung geprägt. 94 % der Befragten nutzen das Fernsehgerät täglich, über die Hälfte der Haushalte verfügt über eine Tageszeitung.

Offline - trotz Internetzugang im Haushalt

Auch wenn 83 % der Haushalte einen Internetzugang besitzen, heißt dies noch nicht, dass dieser von allen Bewohner:innen genutzt wird. 26 % der Offliner:innen geben an einen Internetzugang zu haben und über digitale Geräte verfügen zu können. Die ältere Generation unterscheidet sich deutlich, was den Zugang zu und die Nutzung von digitalen Medien betrifft. 81 Prozent der Personen ab 60 Jahren sind zumindest selten online. Mit steigendem Alter sinkt der Anteil der Onliner:innen.

Nutzung des Internets für Kommunikation und Information

Personen ab 60 Jahren nutzen das Internet vor allem für Kommunikation und Information. 81 Prozent der Onlinerinnen und Onliner nutzen mindestens einmal in der Woche Suchmaschinen, drei Viertel WhatsApp oder andere Dienste für Kurznachrichten, 70 Prozent schreiben oder empfangen E-Mails und 68 Prozent informieren sich im Internet über Nachrichten/Aktuelles.

SIM-Studie 2024 auf www.mpfs.de abrufbar.

Der Medienpädagogische Forschungsverbund Südwest ist eine Kooperation der Landesanstalt für Kommunikation Baden-Württemberg (LFK) und der Medienanstalt Rheinland-Pfalz. Die Durchführung der Studie erfolgte in Zusammenarbeit mit der Katholischen Hochschule Freiburg (KH Freiburg).

Bildungsangebote zum Abbau von Unsicherheiten und Defizite im Umgang mit digitalen Geräten gibt es für Senior:innen hier:

Angebot des LMZ

Das Landesmedienzentrum Baden-Württemberg (LMZ) bietet das Senioren-Medienmentoren-Programm an. Es richtet es sich an Senior:innen, die bereits Erfahrungen mit der Bedienung und Nutzung digitaler Medien haben. Mit dem Ziel, ihr Wissen an ältere Menschen in ihrem direkten Umfeld weiterzugeben, können sie sich als Senior-Medienmentor:in in einer 10-stündigen-Schulung weiterbilden.

Neue Medien – Medienkompetenz für Senior:innen

Eine Auflistung von Portalen, Seniorennetzen, E-Journals sowie virtuellen Treffpunkten und Foren gibt es auf bildungsserver.de

< zurück |  Katharina Haugwitz  |  30. März 2025