Schutz vor Missbrauch von Kinderfotos und -videos im Internet

- ein praktischer Leitfaden

Kinder, die ein Eis lutschen, in engen Trikots an Sportgeräten turnen, sich als Erwachsene verkleiden oder mit großen Augen in die Kamera schauen: Fotos und Videos müssen nicht zwingend nackte Haut zeigen, um für pädokriminelle Täter:innen interessant zu sein. Mit KI-Tools werden Aufnahmen täuschend echt verändert. Mit sogenannten Deepnude-Generatoren oder Nudifiern können Bilder von bekleideten Kindern mit wenigen Klicks sexualisiert werden.

Der Leitfaden von Save the Children Deutschland e. V., bietet praktische Ratschläge, um verantwortungsvoll entscheiden zu können, welche Kinderbilder Sie ins Netz stellen und welche besser nicht. Skizzierte Beispielbilder und kurze Beschreibungen helfen dabei die Erläuterungen umsetzen zu können.

Was Sie vermeiden sollten, um das Risiko für die missbräuchliche Verwendung von Kinderfotos und -videos zu mindern:

"Einige konkrete Empfehlungen aus dem Leitfaden, die aufzeigen, was bei dem Teilen von Kinderfotos und -videos zu beachten ist.

1. Vermeiden Sie es, nackte oder leicht bekleidete Kinder zu zeigen (zum Beispiel ohne Ober- oder Unterteil, in Badebekleidung, in der Badewanne, mit Windel, beim Wickeln, beim Waschen).

2. Vermeiden Sie es, Kinder mit verrutschter, enganliegender, körperbetonter, tief ausgeschnittener oder transparenter Kleidung zu zeigen.

3. Vermeiden Sie es, Kinder auf einem Bett oder einer Matratze zu zeigen.

4. Vermeiden Sie es, auf bestimmte Körperteile von Kindern zu fokussieren (zum Beispiel Intimbereich, Brustbereich, Bauch, Hüfte, Füße, offener Mund, rausgestreckte Zunge).

5. Vermeiden Sie es, posierende Kinder zu zeigen, deren Haltung als aufreizend oder lasziv interpretiert werden könnte (zum Beispiel gespreizte Beine, herausgestreckte/ r Brust oder Po, Arme hinter dem Kopf, Spielen mit den Haaren)."

Der Leitfaden steht kostenlos zum Download bereit. 

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