Elternaufsicht – Die neue Funktion bei Instagram

Oft stellen Eltern sich die Fragen: Was macht mein Kind die ganze Zeit auf Instagram, wem folgt es und wie viel Zeit verbringt es auf der Social-Media-Plattform? Fragen, die nun automatisch durch die neue Elternaufsicht-Funktion bei Instagram beantwortet werden können, natürlich nur mit Einverständnis des Kindes.

Keine hundertprozentige Kontrolle über das Nutzungsverhalten

Seit Ende Juni gibt es die Funktion „Elternaufsicht“ bei Instagram. Für viele Eltern mag dies ein Kontrollinstrument sein. Bei der Erstnutzung der App kann diese jedoch als Möglichkeit genutzt werden mit dem Kind über Nutzungszeiten zu sprechen und diese zu vereinbaren. Zudem eignet es sich auch um das Kind in der Anfangszeit zu begleiten und über Inhalte, die es postet oder Kontakte (Follower) und deren Inhalte ins Gespräch zu kommen.

Wie auch bei anderen Kinderschutzprogrammen besteht auch bei Elternaufsicht keine hundertprozentige Kontrolle über das Nutzungsverhalten des Kindes. Daher ist es wichtig mit Ihrem Kind in Dialog zu bleiben und Ansprechpartner zu sein, wenn es zum Beispiel auf ungeeignete Inhalte stößt.

Möglichkeiten und Grenzen

Wie funktioniert die Elternaufsicht auf Instagram?

  • Eltern und Kind benötigen jeweils einen Instagram-Account (laut Nutzungsbedingungen dürfen Kinder erst ab 13 Jahren Instagram nutzen)
  • Kinder laden Eltern ein, das Kinderkonto zu verwalten oder erhalten vom Eltern-Konto eine Anfrage zur Elternaufsicht
  • Über Elternaufsicht gibt es Einblicke über die Follower des Kindes (Wer folgt dem Kinder-Account? Wem folgt mein Kind? Welche Inhalte bekommt es angezeigt ?)
  • Eltern werden benachrichtig, wenn neue Follower hinzukommen
  • Eltern können Konten von Followern ihres Kindes, die ihr Konto auf privat gestellt haben, nicht einsehen
  • Ist das Konto des Kindes auch privat und sind die Eltern keine Follower,  können sie nicht einsehen, was das Kind postet.
  • Einblicke über Nutzungszeiten des Kindes
  • Einstellung über Zeitlimits und Pausenzeiten möglich
  • Eltern können gemeldete Inhalte und Accounts ihres Kindes überprüfen
  • Privat bleiben gesendete Nachrichten und der Suchverlauf des Kindes
  • Das Instagram-Konto des Kindes kann von den Eltern nicht gelöscht werden
  • Kinder können die Elternaufsicht auch selbst beenden. Diese endet automatisch, wenn das Kind 18 Jahre alt wird.

Weiterer Service: Medienkompetenz-Hub

Neben der Elternaufsicht-Funktion hat Instagram ein Medienkompetenz-Hub eingerichtet. Hier finden Eltern hilfreiche Artikel, Videos und Tipps rund um Instagram. Aktuell jedoch nur auf Englisch verfügbar.

< zurück      Katharina Haugwitz | 13. September 2022